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Gustav René Hocke

Der Biograph des Grotesken

Die erste Zeit in der kriegsgebeutelten Kleinstadt empfand Gustav René als bedrückend und grau. In Belgien als dreckiger Boche beschimpft, verspotteten ihn die Viersener Kinder nun als dreckigen Franzos.
Beeindruckt von den englischen Dandys gab sich der Junge großstädtisch und elegant. Im Widerspruch dazu standen die zunehmend bedrückenden finanziellen Verhältnisse der Familie – die Weltwirtschaftskrise verschonte auch Josef Hocke nicht. Mit Einundzwanzig begann Gustav René ein Literatur-Studium in Berlin. Vor allem das Werk des berühmten Romanisten Ernst Robert Curtius beeinflusste ihn. 1934 wurde er nach einem Stipendium nach Paris promoviert.