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Werk

Die Dunkle Seite der Kultur

Schon als ihn die Kölnische Zeitung 1940 als Korrespondenten nach Rom schickte, sammelte Gustav René Hocke Material zu seinem ersten Roman Der tanzende Gott. In dem historischen Roman gelangt ein junger griechischer Arzt in die Mühlen einer Tyrannis – neben der spannenden Geschichte arbeitet Hocke hier die Erfahrung des Nazi-Terrors auf. Das Buch ist von der Kritik als eines der wichtigsten Schubladen-Manuskripte unter der NS-Diktatur bezeichnet worden – erscheinen konnte es nämlich erst 1948. Der tanzende Gott steht beispielhaft für die innere Emigration eines Schriftstellers.

Nach dem Krieg begannen in den Albaner Bergen die fruchtbarsten Jahre des Autors Gustav René Hocke: Was als Studie zur Kunstgeschichte der Spätrenaissance begann, wurde zum Kultbuch. Mit Die Welt als Labyrinth (1957) und Manierismus in der Literatur (1959) setzte er Meilensteine für die phantastische Kunst.